Gebt den Affen keine Kaugummis! Mumbai 2


Leider funktioniert das Schreiben mit dem Tablet nicht ganz so gut, wie erhofft. Gepaart mit sehr schlechtem Internet, komme ich leider nur sehr selten dazu, eine  Beitrag zu erfassen. Zudem ist mein Handy kaputt, weshalb das mit den Bildern auch nicht sehr gut funktioniert. Ansonsten ist alles super 🙂

 

Erster Morgen im Mumbai, ich packe mir die Hindustan Times auf englisch und lese, dass die Stadt das heisseste Oktoberwochenende aller zeiten erwartet, bis zu 37°! was mache ich nochmals hier?! 🙂

Ali holte mich pünktlich ab und die Tour konnte beginnen. Wir sahen sehr viel, wie das taj mahal hotel, der gateway of india, den hafen, eine wäscherei, das ghandi haus und einen park. Die schiffe laufen jeweils für 10-15 tage aus und beladen sich dafür mit jeder menge Eis, wovon Ali ein paar coole Bilder für mich gemacht hat. Dann ging es weiter in den ersten Slum, an dessen Rand auch Ali ein kleines Haus hat. Der Eingang führte durch eine sehr grosse und geschäftige Open-Air Wäscherei. Ali führte mich zielsicher durch die verwinkelsten Gässchen bis zum „Haus“ einer befreundeten Familie (ca. 15m2 inkl. Küche). Wir setzten uns auf den Boden und schauten uns mit der Tochter auf MTV India eine SoapOpera an, bis uns die Mutter einen sehr feinen Chai servierte. Ich hörte andauernd ein leises Piepen und Ali nahm auf meine Frage zwei kleine Kücken aus einem Karton neben uns und verstreute ein wenig Reis auf dem Boden. Die Kücken pickten ein wenig umbeholfen nach dem Reis, wir nippten an unserem Tee und alle waren happy.

Dannach besuchten wir noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten und gingen wirder in ein muslimisches Restaurant. Als ich ihn fragte, was er bestellt habe, muss ich wohl doch sehr skeptisch dreingeblickt haben, so dass er das Ziegenhirngericht dann doch wieder abbestellte. Am Abend gingen wir noch in einen Club – der Ausgang kann klar aber nicht mit anderen asiatischen Metropolen mithalten. Ich lernte aber Latitia und ihre australische Mutter kennen, welche ich dann auch in Goa noch einmal antreffen sollte.

Am zweiten Tag machten wir eine kleine Safari ausserhalb der Stadt (inkl. Affen neben bei), welche von einem riesigen Wald umgeben ist. Zuvor besuchten wir noch den grössten Slum in Asien, Dharavi und schauten uns dort ihre Recyclingorganisation an. überall gab es Leute, die irgendwelchen Müll trennten oder Plastik heraustissen, um diesen später zu schreddern und dann an Fabriken weiter zu verkaufen. Ich habe ein paar coole Fotos, z.B. von einem Raum, in dem nur alte Tapes („Kasettli“) verarbeitet werden, sprich von Hand in die Einzelteile zerlegt werden. Am Abend gingen wir uns den Sonnenuntergang auf der Dachterrasse des Four Seasons ansehen. Wir waren zu früh da und ich war ziemlich überrascht, dass sie uns freundlich die 30min in der Lobby des 5-Sternehotel warten liessen (wir hatten zwar lange Hosen an, sahen aber sonst ziemlich nach dem langen Tag aus, den wir auch gehabt hatten).

Am nächsten Tag flog ich dann weiter nach Goa. Ich wäre eigentlich viel lieber mit dem Bus durch die Nacht gefahren, habe mich dann doch gegen diese ca. 13stündige fahrt entschieden, weil mein Handy nicht funktionierte. Mit Musik und meinem Hörbuch wäre mir sicher nicht langweilig geworden, aber so wollte ich mir diese lange Zeit ersparen.


Über JanS

Das schlichtweg beste Gefühl ist weiterhin, wenn man nach einer durchzechten Nacht mit spannenden neuen Begegnungen am Flughafen steht, selber überrascht, dass das alles geklappt hat und der Pass wie auch das meiste Gepäck dabei zu sein scheint und es weiter geht - an einen neuen, unbekannten Ort. Was der kommende Abend bringt weiss man nicht, nur dass man bereit ist. Ich bin Weltenbummler und ein wenig Karrierist, fühle mich im Anzug fast genau so wohl wie in Flip Flops. Ich liebe die einheimischen Berge und möchte doch immer weit weit fort.


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2 Gedanken zu “Gebt den Affen keine Kaugummis! Mumbai

    • JanS Autor des Beitrags

      Teaser, sollte eigenlich intuitiv logisch sein oder? 😉
      Diesen Satz hat eine Indierin einer Gruppe Jugendlicher zugerufen – aus gutem Grund nehme ich an 🙂