Jan goes India


Der Plan war eigentlich, noch einmal ein wenig Reisen zu gehen. Irgendwo hin wo es warm ist, nich so extrem weit, aber doch exotisch. Dann sind mir die Flüge nach Indien eingefallen, direkt und relativ günstig. Auch wenn mittlerweile noch ein paar zusätzliche Ferientage hinzugekommen sind, blieb ich bei meinem Plan. Wieso Indien? Und das alleine?! Das fragte ich mich dann auch ein paar Male noch und kam zum Schluss ‚wenn nicht jetzt, wann dann?‘. Ganz alleine nun wohl doch nicht. Wenn alles klappt, wird ein guter Freund (Andreas) irgendwo zu mir stossen. Das wäre super, er reist fast noch lieber als ich und wir haben zusammen bereits die verrücktesten Dinge erlebt. Seine Energie ist einfach unerschöpflich, weshalb jeder Tag voller unglaublicher Erlebnisse ist.

Ich weiss, dass ich alleine wohl oder übel vorsichtiger sein muss. Am Freitag komme ich ca. um Mitternacht im Hotel an. Was dann noch passiert, muss ich noch offen lassen. Nach einem langen Flug, alleine in einer völlig fremden Stadt, in der man nur schon mit seiner Hautfarbe heraussticht und viele in bitterer Armut leben. Dennoch zeigt die innere Uhr erst halb 9 (falls die Zeitdifferenz wirklich 3.5 Stunden beträgt 🙂 ), alles ist neu und faszinierend und ich hatte noch gar keine Zeit, ein Kingfisher zu trinken. Mal schauen,ob ich mich dann noch rauswagen werde. Ich hoffe, dass sich schnell das selbe Gefühl einstellt, wie ich es in Schwarzafrika erlebt habe. Zuerst war ich einfach nur paranoid, ängstlich weil jeder dir die Andersartigkeit und natürlich auch den relaiven Reichtum sofort ansieht. Irgendwann realisiert man jedoch, dass alles auch nur Menschen sind und man selber sehr viel weniger verletzlich, als man sich zu Beginn gefühlt hatte.

Also zum Plan: Ich fliege zuerst nach Mumbai, wo ich die ersten drei Nächte in Colaba, im hoffentlich tollsten Quartier der 12-Millionenstadt, bereits gebucht habe. Dann geht es irgendwann weiter nach Goa, zu den Stränden und dem Lebensgefühl der Hippies. Ich muss dort unbedint die Dudhsagar Wasserfälle besuchen. Irgendwann und irgendwie gehts dann weiter für einen Abstecher nach Sri Lanka, wo ich die Stadt Colombo unsicher machen will den Adam’s Peak ersteigen will.

Für den ersten Tag plane ich schon eine geführte Tour nach Dharvi, den grössten Slum Asiens. Es geht hoffentlich nicht um die zur Schaustellung der Armut an sich, sondern die Improvisationskraft und Geschäftstüchtigkeit all dieser Leute, die nichts haben und doch so viel machen. Die Heimat der Slumdogs und auch Drehort dieses Filmes. Check it out: http://www.realitytoursandtravel.com/dharavi-long-tour.html

Morgen gehts los! 85% Vorfreude, 15% mulmig – eine gute Quote 🙂


Über JanS

Das schlichtweg beste Gefühl ist weiterhin, wenn man nach einer durchzechten Nacht mit spannenden neuen Begegnungen am Flughafen steht, selber überrascht, dass das alles geklappt hat und der Pass wie auch das meiste Gepäck dabei zu sein scheint und es weiter geht - an einen neuen, unbekannten Ort. Was der kommende Abend bringt weiss man nicht, nur dass man bereit ist. Ich bin Weltenbummler und ein wenig Karrierist, fühle mich im Anzug fast genau so wohl wie in Flip Flops. Ich liebe die einheimischen Berge und möchte doch immer weit weit fort.