Palast & Tad Kuang Xi


Am Morgen meines zweiten Tages in Luang Prabang bin ich schon früh erwacht. Alter Rhytmus eben. Aber dies sind ja auch Ferien, so blieb ich also noch liegen. Gut vier Stunden später, um Neun, sass ich mal beim Frühstück. Kennt Ihr die süssen französischen Croissant? Genau so war der Toast! Köstlich!!

Mein Plan war es, das Palast Museum im Volksmund „ho kham“, Goldener Palast, zu besuchen. Dies tat ich auch. Siehe Fotos. Leider ist praktisch in jedem Raum ein Aufseher, denn Fotos von Innenräumen sind strikte verboten. Natürlich musste man auch hier die Schuhe ausziehen, was übrigens überall gilt. Selbst auf dem Boot, Tags zuvor, war es gerne gesehen. 

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In dem weitläufigen Palast bestaunte man erst Büsten der letzten drei Herscher sowie Französische Gemälde entlang den Wänden welche Orte der Region Luang Prabang zeigen. Beim Rundgang läuft man an zahlreichen Bronze Trommeln vorbei, Buddha Skulpturen welche aus zerstörten Tempeln gerettet wurden oder den einzelnen Räumlichkeiten der Königsfamilie. Rechts hinter dem Palast befindet sich noch der Königliche Fuhrpark. Zwei Ford Lincoln, ein Ford Edsel und ein Citroen stehen in der Garage. Sowie vor dem Palast gleich rechts beim Eingang hatte der König sein eigenes „Vat“ (Kloster)

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Nach knapp 1,5h war ich mit dem ganzen Gelände durch. So wusste ich mit einem Mal nicht mehr was ich tun soll, ich ging nach dem Palast nach links und muss ziemlich Ziellos gewirkt haben. Denn da kam so einer auf mich zu, ausgestreckter Finger, Redeschwall und ich verstand nur „Tour“ und „Fifty-thousand Kip“ ! Ich fragte genau nach und erfuhr dadurch, dass er mit dem Minivan zu den Kuang Xi Wasserfällen fährt. Da nirgends ein van war und er gleich bezahlt werden wollte war ich skeptisch und wollte erst den Van sehen und die anderen Leute, welche angeblich auch mitkommen sollten. Er war dauernd am mit dem Handy am Telefonieren und gestikulieren, als dann ein junges Paar kam und fragten ob dies der Treffpunkt sei, war ich ein wenig erleichtert. Der Tour Guide aber lief einfach los, und wir liefen ihm hinterher, nicht dass er einfach abhaut. Etwa 100m und viele Gesten gegen den Himmel später bog er in eine Seitenstrasse ein, dort stand tatsächlich ein Van. Wir bezahlten und stiegen ein, auf der Fahrt stoppten wir mehrmals und der Bus füllte sich bis 12 Personen drin waren. Die Klimaanlage lief und die fahrt durch üppig grünes Land dauerte gut eine Stunde. Auf dem Parkplatz angekommen, Informierte er uns, dass wir um 15.00Uhr wieder zurück fahren, wir hatten also etwa drei stunden Zeit.
Der Eintritt betrug 20’000K und gleich nach dem grossen Eingangstor ging ein Weg rechts in den Urwald hinein. Die Pflanzenwelt ist wunderschön und so habe ich in Touristenmanier viele Fotos gemacht. Als erstes kam man zu einem Bärenpark, verschiedene Bären kommen verletzt oder so hierher und werden aufgepäppelt und im sicheren Gehege gehalten.

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Weiter dem Weg folgend, gelangte man zum ersten Ausläufer der Wasserfälle. Nicht ganz klares aber trotzdem türkis farbenes Wasser sammelte sich in Teichen, welche von kleinen Fällen weiter oben gespeist wurden. Von diesen Teichen gab es mehrere, je weiter nach oben man ging wurden sie grösser. Bei den einen stand „swimming Zone“ bei anderen „No swimming“ , den vielen Einheimischen nach zu urteilen, ist es auch bei den Laoten ein beliebtes Ausflugsziel.

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Bei dem grossen Wasserfall gab es eine Brücke und so stellte ich mich darauf und versuchte ein Selfie zu schiessen, was nur so halbwegs klappte. Dafür hatte ich eine Besucherin erheitert und sie fragte ob sie ein Foto für mich machen sollte. Klar, das war toll. Natürlich habe ich auch von Ihr eins machen müssen.

Danach ging ich zum Wasserfall und badete eine Weile, während ich sah wie die Junge Frau mit ihren Flipflops den Weg weiter nach oben in angriff nahm. So entschloss ich mich ebenfalls den Kuang Xi von oben anzuschauen.
Mit meinen Trekking Sandalen hatte ich guten Halt und schon bald holte ich meine Foto Kollegin ein. Der Weg war wirklich sehr steil und alles andere als ungefährlich, trotzdem drückte sie mir ihr Smartphone in die Hand und fragte ob ich noch ein Foto von ihr beim Aufstieg mache. Anschliessend kletterten wir gemeinsam nach Oben.

  • Die Aussicht war grandios und das Foto wo das Wasser einfach über den Rand fliesst und zum Tad Kuang Xi wird, ist eines meiner Lieblingsbilder.PICT0258

Man durchquerte ein Waldstück und konnte dann auf der anderen Seite mit dem Abstieg beginnen, wir waren froh, dass dieser Weg nicht so steil war und Virginia, so hiess die neue Bekanntschaft, warnte Jede und Jeden welche uns entgegen kamen, dass die andere Seite „very dangerous“ ist und weil Sie das Wort für „ausrutschen“ nicht kannte, machte Sie immer eine eher lustige Geste, lehnte sich nach hinten und sagte “ so schwiipp, flupp“ !
Sie war Spanierin und reiste schon 2 Monate in Vietnam umher und war nun in Laos für unbestimmte Zeit. Insgesamt hatte sie noch 3 Monate zum reisen. Unten angekommen schossen wir gegenseitig ein paar Fotos, wir tauschten die Mailadressen und Facebookdaten aus, danach trennten sich unsere Wege wieder.

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Ich hatte noch reichlich Zeit und so verliess ich den Park und schlenderte bei den Stores und Garküchen usw. herum. Bei einer Fruchtshake Küche machte ich halt und trank einen herrlich frischen shake aus Mango und Pappaya. Ich schrieb ein wenig in mein Notizbuch! Irgendwann kamen zwei Kinder, mit interessiertem Blick schauten sie zu und die grössere ging zu der Tafel mit der Getränkeliste drauf und begann jeden Buchstaben mit dem Finger zu berühren und machte jedes mal einen völlig falschen laut. Ich musste schmunzeln und so las ich ihr das Wort vor „Cappuccino“ und danach jeden einzelnen Buchstaben, beide hatten eine riesige freude dran und auch die Mutter nickte mir zu.
So bestellte ich noch einen Cafe Lao und einen Sack mit Bananenchips. Dazu erhielt ich gratis einen Tee Lao. Den hat es auch gebraucht, denn der Cafe Lao ist das bisher stärkste Gebräu, das mir je untergekommen ist, selbst der herzhafte Schuss milch aus der Konservendose vermochte den Cafe nicht aufzuhellen. Kurz bevor ich ging, fragte ich um ein Foto und als ich ihnen das Foto zeigte, drückte ich auf Drucken und Sie machten grosse Augen.PICT0290

Genau für solche Momente habe ich eine Polaroid, ich gab Ihnen das Foto und erklärte, dass man es auch als Sticker verwenden kann. Sie bedankten sich überschwänglich und winkten die ganze Zeit während ich zum Minivan zurück ging.
Es war ein lässiger Ausflug, aber ich war auch geschafft. Nur noch ins Hostel, duschen, etwas essen und den Bericht schreiben.

Wie so oft kommt es aber anders als man Denkt, und bei mir scheint es jeden Tag so zu sein…
Als wir wieder in Luang Prabang waren, verabschiedete ich mich kurz bei den andern Mitfahrern und lief in Richtung meines Hostels. Ein wenig dringend, muss ich sagen, da ich mir den gang zur Toilette aus gutem Grund aufgespart hatte. Ich habe vergessen WC Papier einzupacken und die sanitären Einrichtungen waren mir ohnehin ein Gräuel.
Nicht zum ersten mal, bog ich in die falsche Strasse ein und musste wieder zurück, mein Bedürfnis wurde nicht kleiner und als ich endlich im Hostel war, knallte ich mein Daypack vor die Zimmertür und rannte zum WC, da stellte sich heraus, dass mein Magendarm Trakt seine Arbeit nicht recht macht. Später nahm ich eine Tablette welche mir meine Schwester für solche Fälle mitgegeben hat und verputzte die Bananenkräcker in der Hoffnung das Problem damit zu beheben.

Um die Reise nach Vientiane wollte ich mich noch kümmern, verschob dies aber auf den nächsten Tag. Der Abend war wieder sehr gemütlich, schwül warm aber zum aushalten. Ganz in der Nähe meines Hostels ass ich Tam Mak Hung als Vorspeise, so ein Salat der im Reiseführer empfohlen wird, mich aber nicht überzeugte und als Hauptspeise Knusprige Gemüsestängel mit Curry und Spicy Shrimps, und dazu einen Berg gedämpfter Reis. Ist sehr zu empfehlen.

Was mir noch auffiel, es gab keinen Regen und also ich so zurück lief zum Hostel war es ca. 22 Uhr, Luang Prabang schien wie ausgestorben, und die Strassen und Gassen waren allesamt sauber geputzt. Nichts zeugte von den täglichen Garküchen oder dem Abfall welcher sonst überall herumliegt. Die Leute schauen zu Ihrer Stadt. Im Hostel genehmigte ich mir noch ein Beerlao und schrieb die ersten Zeilen dieses Berichts.

Bierwerbung auf der Tafel welche über Luang Prabang als Weltkulturerbe Informiert!

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Über Luzius

Im Kopf ein Träumer und einen Fuss immer auf der Strasse um überall hin zu gelangen. Als Gründer dieses Blogs schreibe ich hauptsächlich von den Eindrücken auf meinen Reisen. Natürlich würde ich ich mich freuen die eine oder andere Person ebenfalls dazu zu bewegen das Leben mehr aufs Leben auszurichten als auf Karriere und Status, folgt mir online oder in Echt. Ich helfe euch bei Eurem vorhaben die Welt zu bereisen und gleichzeitig etwas zu verdienen. Euer Backpacker Luz ....Meine persönlichen Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen müssen nicht mit den Eindrücken, Meinungen oder Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder denen entsprechen. Vielen Dank !

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