Luang Prabang


Dank meines roten Passes und weniger als 15 Tage Aufenthalt konnte ich am Flughafen von Luang Prabang an allen Anderen vorbei zur Sicherheitskontrolle gehen. Während dem ich auf das Gepäck wartete, fiel mehrmals der Strom aus. Dies schien normal zu sein, also machte ich mich auf eine längere Wartezeit gefasst, die Computer müssen ja dauernd wieder hochgefahren werden, denn ich gehe davon aus, dass die USV noch nicht bis Lao vorgedrungen ist. Marktlücke? ;=))

Egal, als ich meinen Rucksack hatte, wollte ich eigentlich laotische Kip, die hiesige Währung, holen. Nur, den Bankomaten am Flughafen von Luang Prabang, welcher im Reiseführer stand, suchte ich vergeblich!

Für solche Fälle hat der Backpacker seinen Geldgurt dabei. Nur stimmte der Kurs nicht mehr, oder ich wurde abgezockt… ^^ Nein das war schon korrekt. Ich habe also meine, in weiser Voraussicht in der Schweiz gewechselte, 65 Dollars zu 522’000 Kip gemacht. Netter Betrag, aber sind trotzdem nur 58 „Stutz“. Auf jedenfall konnte ich damit die Fahrt zum Hostel, das Hostel für zwei Nächte, eine Rundfahrt auf dem Mekong sowie mein Nachtessen inkl. Getränken bezahlen.

Schön nicht?! Die sollten in Europa Werbung machen, z.b. „Laos, hier kriegst du noch was für dein Geld“ oder „Laos, hier ist dein Geld mehr wert“
Na gut, womöglich wurde ich bei der Bootstour abgzockt. Als ich so am Mekong entlang wanderte, wurde ich von so einem kleinen alten Laoten angequatscht. „Sabai dee“, sagte er, das ist die laotische Begrüssung!

Da ich mich im Vorfeld nicht nur mit Sitten und Gebräuchen sondern auch mit wichtigen Elementen der laotischen Sprache befasste, Antwortete ich ebenfalls mit: „Sabai dee“ , schon hatte er mich an der Angel. Da ich den rest nicht verstand, sprach er English mit mir, nun hatte ich zum Glück wieder Vorteile. Woher ich komme, wollte er wissen, ich hätte Belgien oder so sagen sollen, oder wie lange ich bleibe und ob ich die vielen Tempel schon gesehn habe. Ich konnte gar nicht ausreden, wahrscheinlich hat er auch nicht die Bohne verstanden, als er mir schon von der Bootsfahrt vorschwärmte. Ich konnte mich mit Mühe lösen, aber versprach zurück zukommen. „Zu höflich“

Ich lief also ein wenig durch Luang Prabang, das entweder aus halbfertigen oder bereits geöffneten Guest Houses besteht. Und was nicht in diese Kategorie passt ist ein Laden oder ein Restaurant.Luang Prabang Mekong Strommasten Markt Luang Prabang Hauptstrasse Luang Prabang Restaurant Luang Prabang
Mit den Garküchen konnte ich mich noch nicht so anfreunden, denn von den Meisten ging ein relativ gewöhnungsbedürftiger Geruch aus. Das Sollte sich aber noch ändern. Als ich so dahin schlenderte landete ich geradwegs wieder in der Strasse wo der alte Mann für sein Boot um Kunden wirbt. Natürlich erkannte er mich wieder und so ging ich dann mit. Die Fahrt sollte 70’000 Kip kosten und 30min dauern. Laut Reiseführer kostet eine 1,5h Fahrt inkl. Besuch der Pak-Ou Höhlen nur 65’000 Kip. Da sollte man schon aufpassen, mein Bootsführer fragte mich ob ich den Tempel anschauen wolle welcher auf der anderen Seite des Mekong zu sehen war. Ich bejahte und schon war der Preis bei 100’000 Kip. Aber erst fuhr er noch zu einem anderen Ort, wo ich wohl Webereien und Bilder kaufen sollte. Ich kam nach 5 min und leeren Händen zurück, wahrscheinlich hätte er noch Provision gekriegt, denn er sah ein wenig enttäuscht aus.Mekong mit Booten Mekong Boot Mekong Schiff Mekong Fahrt Mekong Fahrt

Enttäuscht war dann aber ich, nachdem wir bei dem „Tempel“ anlegten. Erst unzählige Stufen nach oben, dann vier laoten welche lao-lao, den Schnaps von hier tranken und gleichzeitig auch Tickets für den „Tempel“ verkauften. Wieder 10’000 Kip weniger, und der Tempel sah aus wie eine alte Kirche der Franzosen, zudem hatte er geschlossen. („Tempel“ -Foto leider verschollen) aber Weg und Umgebung habe ich noch.

Tempel Weg Vor dem Tempel Tempel Treppe Tempel Treppe

Am Ende ging ich ins Hotel zum Duschen und später klapperte ich andere Strassen und Gassen ab. Dem Abendmarkt entging ich ein wenig und so landete ich ca. 1 Km weit von meiner Unterkunft in einer Strasse welche nur aus Restaurants bestand. Nach kurzem fand ich eines welches das Gericht „Laap“ anbot. Ich bestellte dazu ein Beerlao und als das essen kam fragte ich den Kellner wie man es isst.

Laap Beerlao

Womöglich dient es zur eigenen Unterhaltung, denn er riet mir es von Hand zu essen, naja, mit Europäer kann man das ja machen. So formte ich kleine Reisbällchen und schaufelte damit und mit meinen Fingern das „Laap“ in mich rein. Eine köstlicheit, kann ich sagen. Auch die Chillis, welche dabei lagen waren angenehm scharf.

Der klebe Reis war übrigens in dem kleinen Körbchen rechts auf dem Foto. Wenn man genug hat schliesst man einfach den Deckel und der Gastgeber weiss, dass man fertig ist. Zurück im Hostel schrieb ich den letzten Bericht und legte mich schlafen, der Ventilator an der Decke war ein Segen. Jetzt geh ich was Essen, den Bericht vom Montag gibt es dann am Dienstag ;=P

Hier ein Vorgeschmack…

Vorschau (Tad Kuang Xi)


Über Luzius

Im Kopf ein Träumer und einen Fuss immer auf der Strasse um überall hin zu gelangen. Als Gründer dieses Blogs schreibe ich hauptsächlich von den Eindrücken auf meinen Reisen. Natürlich würde ich ich mich freuen die eine oder andere Person ebenfalls dazu zu bewegen das Leben mehr aufs Leben auszurichten als auf Karriere und Status, folgt mir online oder in Echt. Ich helfe euch bei Eurem vorhaben die Welt zu bereisen und gleichzeitig etwas zu verdienen. Euer Backpacker Luz ....Meine persönlichen Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen müssen nicht mit den Eindrücken, Meinungen oder Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder denen entsprechen. Vielen Dank !

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