Kein Winterwetter auf den Lofoten, und kein Reiseglück

 

Winterwetter? Hallo… Winterwetter! Es gab so gar kein Winterwetter auf den Lofoten, man kann sogar sagen, dass der Start sprichwörtlich ins Wasser fiel.

Mit einem kleinen Turbopropeller Flugzeug der Wideroe Fluggesellschaft erreichte ich Bodo und es hat ununterbrochen geregnet, zudem war es eiskalt. Strassen und Gehwege waren allesamt gefroren. Unter Winterwetter stelle ich mir eigentlich Schnee oder klarer Himmel vor, aber nicht das.

 

Wideroe Bodo

 

Gar nicht so einfach, sich in einem neuen Ort zurecht zu finden, wenn man die ganze Zeit auf die Füsse achten muss.

Das Youthostel Bodo Hostel und Motel fand ich dann zum Glück ziemlich schnell. Meine Stimmung wurde aber nicht besser als ich erfuhr, dass der Laden quasi leer war. Es war auch in Bodo ausserhalb der Saison und die Mitarbeiter waren so gelangweilt, dass sie mich kaum mehr gehen lassen wollten. Nach langem plaudern bezog ich dann endlich mein Bett im Schlafsaal, machte mich frisch und trotz Regen ging ich nochmal auf die Gasse.

Dabei kam ich an einem Weltkriegsdenkmal vorbei und als ich wieder hinunter Richtung Hafen ging fand ich die Fussgängerzone und schöne alte Fischerhäuser.

 

denkmal weihnachten selfie Bodo

 

Was gab es sonst noch so in Bodo? Um den Bahnhof wurde gebaut und deshalb war es sehr mühsam zum Hafen zu gelangen, einen kleinen Abstecher gab es dann doch, da ich nicht vor hatte mit dem Schiff weiter zu Reisen sondern mit dem Helikopter, aber trotzdem die Schiffe im Hafen sehen wollte.

 

Schiff Bodo Schiff Bodo Schiff Bodo Schiff Bodo

 

Zurück im Hostel bemerkte ich, dass mittlerweile noch drei weitere Mitbewohner im Schlafsaal angekommen sind.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück wollte ich mich eigentlich auf den Weg machen zum Saltstraumen, dem grössten Gezeitenstrom der Welt. 

Zitat Wikipedia:

Durch einen 2,5 Kilometer langen und etwa 150 Meter breiten Sund strömen im Wechsel der Gezeiten fast 400 Millionen Kubikmeter Wasser zwischen dem YttreSaltfjord und dem Skjerstadfjord hin und her. Der Strom erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h, und es entstehen gewaltige Strudel. Sie können einen Durchmesser bis zu zehn Metern erreichen und mehr als vier Meter in die Tiefe reichen. Lediglich bei Stillwasser, also beim Höchst- und Tiefststand, tritt für kurze Zeit Ruhe ein.

Leider hatte ich einfach keine Lust auf einen Wasserstrudel, die fahrt mit dem Bus hätte 1,5h gedauert und ich hätte mehrere Stunden in Wind und Wetter ausharren müssen bis der Bus zurück gefahren wäre, zudem waren meine Kleider gut für die Piste aber nicht für Regen- und Gischtwetter. So liess ich es bleiben, sollte ich mich einmal im Sommer in diese Region verirren, dann gehe ich den Gezeitenstrom anschauen.

So habe ich mich erneut ein wenig in der Stadt umgesehen. Und natürlich ein paar Fotos gemacht, das eine mit der Enstsorgungsstelle vor dem Balkon finde ich besonders witzig!

 

Haus Abfall entsorgung Bhf Bodo Bodo

 

In der Jugendherberge konnte man waschen und so habe ich die restliche Zeit auf diese Weise genutzt.

Tags darauf ging mein Aufenthalt in Bodo zu Ende und da ich ziemlich viel Zeit hatte bis mein Flug nach Vaeroy abheben sollte, besuchte ich das Norsk Luftfartsmuseum welches sich in Bodo befindet.

Eine echte Sehenswürdigkeit, vorallem bei schlechtem Wetter. Liebevoll gestaltete Ausstellungen erwarten den Besucher und eine grosse Halle mit den unterschiedlichsten Flugzeugen und vielen geschichtlichen Hintergründen. Am besten einfach die Bilder geniessen.

 

 

Auf dem weg zurück in die Stadt um das Gepäck zu holen und mich auf den Weg zum Flughafen zu machen kam ich an einem Fischgeschäft vorbei, welches probier Häppchen anbot, da konnte ich natürlich nicht nein sagen.

 

mums probieren Theke Fiskaffär Torrfisk Bofisk

 

Nun war es wirklich Zeit das Gepäck zu holen und mich Richtung Flughafen in Bewegung zu setzen. Dabei kam ich wiederum an schönen Plätzen vorbei, aber Winterwetter wo bist du?

Die Vorfreude auf den Helikopter Flug nach Vaeroy währte jedoch nicht lange.

 

Bodo Torg Bodo Luftransport gate Sammeltaxi

 

Der Bildschirm beim gate änderte sich nie und es wurde langsam Zeit für das Boarding, doch niemand kreuzte auf. Allmählich dämmerte es auch den anderen Passagieren und einer von Ihnen zückte sein Smartphone, kurz darauf informierte er uns, dass der Flug wegen eines technischen Defekts abgesagt wurde. Ich weiss nicht wie lange ich dort gesessen und gewartet hätte, aber von der Fluggesellschaft fühlte sich niemand verantwortlich uns etwas mitzuteilen. Es schien fast so als hätte der Mann mit dem Smartphone schon Erfahrung mit der Lufttransport Gesellschaft. Er organisierte ein Sammeltaxi und füllte ein Formular aus wonach die Rechnung von der Lufttransport Firma übernommen wird. Auf dem Weg zum taxi schaute ich nochmal die grosse Anzeigetafel im Flughafen an, dort stand weiterhin: „go to Gate“ ! Das ist oberlausig, muss man sagen. 

Wir fuhren also mit dem Taxi zum Hafen um die Reise mit der Fähre zu beenden. 

 

Sammeltaxi Fähre Bodo Fähre Bodo Fähre Bodo Fähre Bodo Fähre Bodo

 

Ich wurde vor der Reise gewarnt nicht in eine solche Fähre einzusteigen, diese Warnung habe ich ernst genommen und stattdessen einen Flug mit dem Helikopter gebucht, sollte auch gleichzeitig ein kleines Abenteuer werden. Wer fliegt schon oft mit dem Helikopter übers Meer. Nun war ich also gezwungen die Warnung in den Wind zu schlagen. Zu beginn ging alles noch gut, aber irgendwann ging es nicht nur hoch und runter und fühlte sich an als wäre man in einem Lift, neine es musste ja auch noch seitlich kippen und dies drei Stunden lang. Nach dem ersten Drittel der Strecke war mir richtig übel. Ich versuchte zu schlafen und das half mir schlussendlich. Bei der Ankunft in Vaeroy wurde ich von dem Typen mit dem Smartphone angesprochen, er würde mich gleich zur Unterkunft bringen. Das war wirklich toll, und 5 min später kam ich bereits bei den Lofoten Vaeroy Brygge Zimmer und Apartments  an!

Mein nächster Beitrag von der Lofoten Insel Vaeroy, hier!

 

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Über Luzius

Im Kopf ein Träumer und einen Fuss immer auf der Strasse um überall hin zu gelangen. Als Gründer dieses Blogs schreibe ich hauptsächlich von den Eindrücken auf meinen Reisen. Natürlich würde ich ich mich freuen die eine oder andere Person ebenfalls dazu zu bewegen das Leben mehr aufs Leben auszurichten als auf Karriere und Status, folgt mir online oder in Echt. Ich helfe euch bei Eurem vorhaben die Welt zu bereisen und gleichzeitig etwas zu verdienen. Euer Backpacker Luz ....Meine persönlichen Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen müssen nicht mit den Eindrücken, Meinungen oder Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder denen entsprechen. Vielen Dank !