Auf dem Wasserweg durch die Ostschweiz


Mit Schaffhausen im Rücken, geht es auf dem Wasserweg nach Stein am Rhein!

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So begab ich mich Richtung Schifflände, das MS Thurgau war bereits vor Ort, da es aber erst in 20min fahren sollte, holte ich ein Picknick im nahe gelegenen Spar. Als ich dann an Bord war, musste ich erstmal etwas essen und trinken und wie ein richtiger Tourist Fotos schiessen.

Ich finde das ist schon speziell, die Leute nahmen mich als ausländischer Tourist wahr, denn als Einheimischer, hängt wohl am Rucksack dem Hut und der umgehängten Kamera. Wenn die wüssten, dass ich jedes Ihrer Worte verstand!!

 

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Die Fahrt auf dem Rhein war ziemlich ereignislos und ich konnte gut relaxen.

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Das Dach auf dem Oberdeck wurde dann mal eingeklappt, so dass wir eine Brücke passieren konnten, selbst das Steuerhaus wurde heruntergeklappt und der Kapitän stand im Freien und steuerte so das Boot!

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Kurz vor Stein am Rhein kam bei mir ein wenig Hektik auf, da ich bereits vom Wasser aus das nächste Ziel erspähte.

 

Burg Hohenklingen!

 

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Ich hatte mein zweites grösseres Objektiv aus Sicherheitsgründen tief unten im Rucksack verpackt. Das musste ich erst rauskramen, es gelangen mir sogar noch ein paar Aufnahmen bevor wir an der Station anlegten.

 

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In Stein am Rhein fand gerade das Theaterfestival statt und bei der Schifflände standen eine Menge Leute welche teils dem anlegenden Schiff zuschauten, teils den Schauspielern zu johlten und klatschten. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung und ich fühlte mich ziemlich wohl.

 

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Dieser Teil der Ostschweiz gefiel mir immer besser.
Und dann dieses Städtchen, ich weiss, dass ich als Kind einst dort auf Schulreise war, mag mich aber kaum erinnern. Es ist grandios, überall kleine Gassen und Winkel, kaum Leute und wenn, dann sitzen sie gemütlich im Café oder flanieren dazwischen hindurch. Der Ort strahlt eine gewaltige Ruhe und Zufriedenheit aus, wenn ich könnte würde ich dort hin ziehen. Jetzt!

Später auf meinem Weg zur Burg habe ich mich verlaufen und so fragte ich eine ältere Dame, welche im Vorgarten die Blumen schnitt, und es stellte sich heraus, dass ich gar nicht so weit weg war, die Euphorie verflog dann aber wieder, angesichts des steilen Aufstiegs zur Burg Hohenklingen.

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Bisher war alles bequem mit den ÖV’s, nun gings wieder in die Beine. Einen haufen Höhenmeter waren das in etwa 20 min Aufstieg und einen Kübel voll Schweiss. Oben angekommen präsentierte sich ein tolles Bild über Stein am Rhein und darüber hinaus. Das Innern der Burg ist relativ eng und leider war nicht alles zugänglich.

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Ich gönnte mir eine Verschnaufpause und meiner Nikon ein paar tolle Aufnahmen, danach machte ich mich wieder an den Abstieg.

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Der Plan war mit der Fähre nach Deutschland überzusetzen und dazu musste ich den nächsten Zug nach Romanshorn erwischen. Es klappte wie erhofft, in Romanshorn war das Timing sogar perfekt, kurz nach meiner Ankunft fuhr bereits die Fähre nach Friedrichshafen. Eine Autofähre, das war mal etwas neues.

 

Friedrichshafen machte einen verschlafenen Eindruck. Zollkontrolle gab es natürlich keine mehr, es sei denn man hatte was zu verzollen, dann hätte man sich melden müssen stand auf der Tafel. Unmittelbar am Hafen befindet sich das Zeppelin Museum und ein paar Dutzend Schritte weiter steht schon das erste Einkaufszentrum mit einem EDEKA, den Laden kannte ich bisher nur aus der Werbung. Die Fussgängerzone ist auch nicht weit weg. Trotzdem, dass die Fussgängerzone modern gehalten wird versprüht sie einen gewissen Charme zwischen alt und neu!

 

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Beim Stadtgarten entlang des Bodensee setzte ich mich auf eine Bank und suchte mit Hilfe meines Smartphones nach einer Unterkunft. Ich fragte ich wie lange ich wohl noch im Swisscom Netz surfen konnte bevor die mir das T-Mobile aufs Auge drücken. Wieder einmal nutze ich die Plattform booking.com und wurde alsbald fündig. Das günstigste war eine Jugendherberge in Romanshorn, wo ich gerade herkam, also begnügte ich mich mit dem Hotel Kleiner-Berg welches das zweit günstigste und zudem in Friedrichshafen selbst war.
Auf dem Weg dahin verlief ich mich ein wenig und zu guter Letzt verabschiedete sich auch die Swisscom nur um gleich darauf mit einem SMS und den Roaming Gebühren aufzuwarten. In weiser Voraussicht, da mit Bildern usw. sowieso Traffic entsteht, löste ich ein Datenpaket. Als ich dann endlich beim gut versteckten „Kleinen Berg“ ankam war da bloss eine verschlossene Tür mit einem grossen Schild und einer Nummer die man anrufen sollte. Gut hab ich das Roaming eingeschalten.

Ich wählte also diese Nummer und ich war so gar nicht überrascht, dass der Herr am anderen Ende überrascht war: „Hmm… Ja vor einer halben Stunde reserviert, hmm… das ist ja kurzfristig, okay kommen Sie zum Mexikanischen Restaurant El Bocado, weil sie noch ein Formular ausfüllen müssen“!
Na gut, so zottelte ich mit meinem Backpack wieder zurück, das El Bocado hatte ich nähmlich auf dem Weg zum Hotel passiert. Es stellte sich heraus, dass der Herr hinter der Bar die Mails nicht abrufen konnte und deshalb die Reservierung von mir nicht erhalten hatte. Als dann das Mailzeugs wieder funktionierte hatte ich bereits alle Angaben welche normalerweise im Mail enthalten sind auf ein Formular geschrieben und er kaute alles zweimal durch und korrigierte meine Schrift so oft, dass er es auch gleich selber hätte aufschreiben können.
Ich bezahlte vor Ort und erhielt wegen den Umständen ein gutes deutsches Zwickelbier aufs Haus.

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Hunger hatte ich schon lange und so schaute ich, dass ich bald mein Zimmer beziehen konnte um noch irgendwo ein Nachtessen zu erhalten. Ein wenig frisch gemacht, zog ich los um erstmal bei der Commerz Bank ein paar Euro aus meiner Travelcash Karte zu schütteln. Die ausgestellte Speisekarte des Restaurant Schwanen versprach gute Kost und so kehrte ich dort ein. Es war eine schöne schwäbische Beiz mit gutem währschaftem Essen.

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Zurück im Hotel, misslang leider der Versuch den Blog mit neuem Material zu füttern. Mein Netbook hatte sich auch schon zur Ruhe gelegt, so machte es den Anschein und das Wlan im Zimmer war mehr als nur langsam. Demnach war Schlafenszeit und so ging ein Geburtstag, wie er friedlicher nicht hätte sein können zu ende.

 


Über Luzius

Im Kopf ein Träumer und einen Fuss immer auf der Strasse um überall hin zu gelangen. Als Gründer dieses Blogs schreibe ich hauptsächlich von den Eindrücken auf meinen Reisen. Natürlich würde ich ich mich freuen die eine oder andere Person ebenfalls dazu zu bewegen das Leben mehr aufs Leben auszurichten als auf Karriere und Status, folgt mir online oder in Echt. Ich helfe euch bei Eurem vorhaben die Welt zu bereisen und gleichzeitig etwas zu verdienen. Euer Backpacker Luz ....Meine persönlichen Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen müssen nicht mit den Eindrücken, Meinungen oder Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder denen entsprechen. Vielen Dank !