Stockholm Part I – Gamlastan


Noch nie zuvor war ich in Schweden, doch dieses Land und vor allem die Hauptstadt Stockholm stand ganz weit oben auf meiner „Bucketlist“.

Vom „Hörensagen“, „Internetrecherchen“ und den Büchern meiner Kindheit her war Schweden schon immer interessant für mich. Und seit geraumer Zeit lerne ich die schwedische Sprache, was mich natürlich noch mehr dazu veranlasste endlich einen Fuss in den Norden Europas zu setzen.

Meine Unterkünfte buche ich immer über BOOKING.COM da es dort bereits ab ein paar Buchungen Rabatte gibt, so auch diesmal.
In Stockholm wollte ich nicht einfach in ein Hostel in der Stadt, nein ich fand interessantere Schlafgelegenheiten.

Am „Skeppsbron“, der Schiffsanlegestelle vor der Altstadt (Gamlastan), liegt das
Ånedin Hostel, und zwar auf dem Motorschiff „Birger Jarl“ (Name des Stadtgründers), nur eine Minute Fussweg von der Schiffstation „Slussen“ entfernt!

 

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Schräg Vis-à-vis, am Stadsgårdsleden steht das Motorschiff „Gustav av Klint“ welches als Jugendherberge oder auf schwedisch „Vandrarhem“ genutzt wird. (Bild unten)

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Ich habe mich jedoch für das Ånedin Hostel entschieden, weil mir die Lage unmittelbar vor der Altstadt besser gefiel.

 

 

In einer alten Schiffskoje übernachten, eine interessante neue Erfahrung, für knapp 25 CHF pro Nacht war die Kabine aber reichlich klein, die Toiletten und die Dusche waren auf dem Gang und gemeinsam genutzt.

Das Innere des Schiffs wurde im ursprünglichen Zustand erhalten, was mir persönlich sehr gut gefiel, einziger Nachteil daraus, die Wände sind ringhörig und die Türen kaum leise zu öffnen oder zu schliessen. Aber ich nutze Hostels auch nur zum pennen und nicht um sich lange dort aufzuhalten. Dafür gibt es eine Stadt, und was für eine!!

Gleich nach der Ankunft auf dem Arlanda Airport besorgte ich mir eine Stockholm Karte, dieses nützliche kleine Ding im Kreditkartenformat kann man wahlweise für einen, zwei oder drei Tage kaufen.

Nun war ich für 72h frei alle öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, dazu gab es noch einen Stadtplan bei dem auf der Rückseite auch gleich sämtliche Museen, und Sehenswürdigkeiten aufgeführt waren, die im Preis der Stockholm Karte inbegriffen waren. Mit dem Arlanda Express ging es dann nach Stockholm Stadt.

 

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Am Bahnhof war ich dann schon mal froh über den Stadtplan und so lief ich mit dem Plan in den Händen, quer durch schwedens Hauptstadt.
Vorbei an Fussgängerzonen, Läden, Kaffes und mitten durchs Regierungsviertel (Bild unten) erreichte ich die Gamlastan.

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Mein Hostel fand ich mit Leichtigkeit.
Und sowieso, überall stehen Tafeln mit einem Ausschnitt des Stadtplans und einem roten “ du är här“ Punkt.

Schlicht – GENIAL!

Eigentlich wollte ich erst durch die Stadt streifen und später meine Koje beziehen, doch ich stand bereits vor dem Ånedin Hostel und da checkte ich gleich ein, meine Schiffskabine ohne Bullauge war glücklicherweise bereits frei und so konnte ich den Rucksack deponieren bevor ich mich in die Altstadt (Gamlastan) aufmachte.

Kaum zwei Gassen hatte ich passiert und schon fühlte ich mich in die Bücher über Karlsson vom Dach versetzt, so etwa hatte ich mir Stockholm als Kind immer vorgestellt.
Mit diesen mittelalterlichen Bauten und den engen Gassen, errinnert mich die Gamlastan an das zürcher Niederdorf oder die luzerner Altstadt zu Hause, ein Idyll inmitten der Grossstadt.

Während meinem Streifzug kam ich immer wieder zum grossen Markt dem „Stortorget“, umgeben von Kaffes dem Grillska Huset, meiner neuen lieblings Bäckerei, hat der Platz auch einen Historischen hintergrund.

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Einerseits steht dort das Nobelmuseum (Bild 1) und andererseits war der „Stortorget“ Schauplatz des „Stockholmer Blutbad“ !!

 

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 (Nobelmuseum oben)

 

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Durch Verrat nahm Dänemarks König Christian I. im Jahr 1520 nach einer Belagerung die Stadt Stockholm ein, im Versuch Schweden an sich zu reissen liess er im Rahmen der Krönungsfeierlichkeiten am 8.November 1520 mehr als 80 Adlige Oppositionelle am Stortorget hinrichten.

Ein junger Adliger, Gustav Eriksson, entkam jedoch und hatte gegen Ende des Jahres eine Armee zusammengestellt, mit welcher er Christian II. endültig aus Schweden vertreiben konnte.
Am 15. Juni 1523, dem heutigen Nationalfeiertag Schwedens, wurde er unter dem Namen Gustav Vasa zum König gewählt.

 

Vom Stortorget gelangt man zu weiteren kleinen Gassen und Strassen wie aus einem Disney Film, links und rechts kleine schnuckelige Läden welche von Kaffe, Hotdogs, Süssigkeiten, Kleider, Souvenirs bis hin zu Antiquitäten alles verkauften. Dazwischen drängeln sich Waffelbuden und kleine feine Restaurants.

 

 

Die Västerlånggatan gefiel mir am besten, zu dieser Strasse muss ich unbedingt im Winter zurückkehren, wenn Schnee liegt und hoffentlich die Weihnachtsbeleuchtung alles in einen goldenen Schimmer taucht.

Am Königlichen Schloss, auf Schwedisch „Kungliga Slottet“ verlor ich angesichts einer Demonstration unten auf dem Platz das Interesse, auch deshalb weil ein Teil im Umbau war und die Öffnungszeiten mir nicht in den Kram passten.

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In einem kleinen Restaurant ass ich mein erstes Köttbullar, ein Gaumenschmaus, vom Preis her ist es wie zu Hause, nur das Bier kostet mehr als in der Schweiz.

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Was mir besonders auffiel, fast jeder Laden hatte eine kleine Schwedenflagge heraushängen, das finde ich wirklich schön. Nach dem Eindunkeln kann man sich in den Restaurants am Rande der Gamlastan aufhalten, wobei schon früh am Abend nichts mehr los ist.

Ich holte mir noch ein paar Bier im 7eleven Laden, die waren ziemlich günstig, aber der Alkoholgehalt lag gerade mal bei 2,8 % Vol. ! Die Birger Jarl, mein Hostel, bot gratis WLAN an, welches ich dann im Aufenthaltsraum nutzte um meine ersten Bilder in die Cloud zu schicken.

 

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Ein paar Impressionen (unten)

 

 

Meine Tipps zum Schluss

> Stockholm Karte (Für Zug,Bus,Tram,U-Bahn im Stadtnetz, plus unzählige Museumseintritte)

> Gamlastan (Altstadt), einfach auf sich wirken lassen

> Restaurant Magnus Ladulås, Österlånggatan 26, währschafte schwedische Kost

> Skeppsholmen und Kastellholmen, interessante kleine Flecken zum entspannen

> Deine Stockholmreise jetzt buchen bei BOOKING.COM

Über Luzius

Im Kopf ein Träumer und einen Fuss immer auf der Strasse um überall hin zu gelangen. Als Gründer dieses Blogs schreibe ich hauptsächlich von den Eindrücken auf meinen Reisen. Natürlich würde ich ich mich freuen die eine oder andere Person ebenfalls dazu zu bewegen das Leben mehr aufs Leben auszurichten als auf Karriere und Status, folgt mir online oder in Echt. Ich helfe euch bei Eurem vorhaben die Welt zu bereisen und gleichzeitig etwas zu verdienen. Euer Backpacker Luz ....Meine persönlichen Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen müssen nicht mit den Eindrücken, Meinungen oder Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder denen entsprechen. Vielen Dank !