Stockholm Part III – Södermalm


Mein Besuch in Stockholm konzentrierte sich hauptsächlich auf die Innenstadt, siehe auch die Beiträge zur Altstadt (Gamlastan), das Nobelviertel Östermalm und Museums Besuche im Djurgarden.

Södermalm, der zentrale Stadtteil Stockholms, früher ein Industriegebiet mit zahlreichen Arbeitersiedlungen, zieht schon seit einem guten Jahrzehnt Künstler und Intellektuelle an. Die Fabriken sind mittlerweile durch moderne Wohnanlagen ersetzt worden. Auch Restaurant mässig versprach Södermalm Gutes.

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Frisches Gemüse und Früchte an einem Marktstand

 

Da ich mich nicht bloss von Köttbullar und Kartoffelstock ernähren wollte suchte ich deshalb nach der urchigen Schwedischen Küche wie man sie etwa in der Schweiz oder Deutschland in Form der Bierhallen antrifft. Und genau ein solches Lokal habe ich für Euch gefunden.

 

Es heisst „Kvarnen“ und liegt an der „Tjärhovsgatan 4“ gleich bei der der U-Bahn Station „Medborgarplatsen“ und gilt als „Ölhall“, übersetzt: „Bierhalle“.

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Beschreibung auf der Website:

Stora ölhallen och restaurang med klassisk svensk husmanskost „!

Ich glaube das muss ich nicht übersetzen! Ich genoss Reindeer Stew mit Salat und einem- „wie könnte es anders sein“- grossen Bier.

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Nie zuvor hatte ich Rentier gegessen und ich war ziemlich gespannt. Der Eintopf enthielt neben dem Fleisch auch Pilze und schmeckte ganz speziell, beziehungsweise das Rentier hat einen seltsamen Geschmack, nicht zu vergleichen mit anderem Fleisch aber mir hat es prima geschmeckt. Interessant fand ich auch, dass das Fleisch nicht etwa wie bei Reh oder Hirsch in grossen Stücken serviert wurde sondern etwa in der gleiche Grösse wie die Pilze in Form von kleinen flachen chips.

Bevor ich zahlte fragte ich wegen ein paar Fotos. Da noch andere Gäste anwesend waren schoss ich aber nur wenige Bilder.

Auf meinem weiteren Weg durch den Stadtteil sah ich oft am Horizont den Globe, eine grosse silberne Kugel. Ich nahm mir vor dorthin zu gehen, auf dem Weg entdeckte ich aber viel interessanteres, darauf komme ich dann am Ende des Beitrags zurück.

 

 

 

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Bei diesem Anblick kann man einfach nicht widerstehen, und in der Bäckerei konnte ich mich einfach nicht Entscheiden. Am Ende hatte ich Desserts für zwei Tage und jede Mahlzeit gekauft.

 

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Mit bereits vollgestopftem Daypack zottelte ich weiter, denn nun sollte ein ganz spezielles Restaurant auf mich warten.

 

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 Ja genau, in diesem unscheinbaren Gebäude.

 

 

An der Götgatan 78, fuhr ich mit dem Lift zum 25.Stock, dort befindet sich das „Himlen“ ein Restaurant über den Dächern der Stadt.

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Zur Bar im 26.Stock geht es nur per Treppe, oben angekommen präsentiert sich dem Besucher eine überwältigende Aussicht auf Stockholm, aus 104m Höhe.

 

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Schade war, dass ich nicht nach draussen durfte um meine Bilder zu machen, so sind halt einige mit einer Fensterspiegelung drin.

Die Preise sind stattlich und so trank ich bloss einen Kaffe, ich erhielt Tasse, Kanne und Milchkännchen, und es reichte gut für zwei Tassen, was mich natürlich abermals freute. Passend zu ihrem Slogan „Och Himlen där till“ frei übersetzt etwa „wo der Himmel ist“ !

 

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Zurück auf der Strasse bewegte ich mich weiter in Richtung der grossen Kugel, ich lief einfach mal drauflos und plötzlich waren die Häuser links und rechts verschwunden und die Strasse wurde zur Brücke, die „Skanstullsbron“.

Parallel dazu verliefen Geleise und ab und zu fuhr ein Zug vorbei, die U-Bahn, welche auf diesem Stück der Strecke oberirdisch verkehrt.

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Als ich das Ende der Brücke erreicht hatte sah ich eine alte Windmühle und einen Bahnhof, der „Gullmarsplan“ , die Mühle stellte sich als Caffe heraus aber darauf hatte ich keine Lust, also lief ich mal weiter in die Richtung wo ich den „Ericsson Globe“ vermutete. Die eingeschlagene Richtung führte mich aber seitlich immer weiter weg davon, was ich dennoch aufregend fand, nicht mancher Tourist stolpert einfach so durch Wohnquartiere, abseits der Sehenswürdigkeiten. Ich fand es in dem Moment nur gerade interessanter, und wurde dafür auch belohnt.

 

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Ein unscheinbarer Weg am Rande eines Quartiers stellte sich als beginn eines weitläufigen Schrebergartens heraus, eine riesige aber im einzelnen doch kleine, idyllische  Gartenanlage!

Mit den typischen Blockhütten im Kleinformat, den roten und weissen Zäunen, den üppigen Gärten und der dort herrschenden Ruhe fühlte ich mich wie im Wunderland.

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Ich traf auf keine Menschenseele, dafür auf ein Rehkitz.

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Den Heimweg verlief auf dem „Sundstabacken“ entlang des Wassers. Bis ich wieder zurück bei der Station „Gullmarsplan“ war traf ich vereinzelt auf Biker und Jogger und es gab ein paar schöne Fotos.

 

 

Meine Tipps zum Schluss

> Himlen, Restaurant und Bar, Götgatan 78 (suuuper Ausblick)

> Aktiebolaget Kvarnen, Restaurant und Bierhalle, Tjärhovsgatan 4

> Gartenanlage oberhalb Sundstabacken, 5 min Fussweg ab U-Bahn Station "Gullmarsplan"

Über Luzius

Im Kopf ein Träumer und einen Fuss immer auf der Strasse um überall hin zu gelangen. Als Gründer dieses Blogs schreibe ich hauptsächlich von den Eindrücken auf meinen Reisen. Natürlich würde ich ich mich freuen die eine oder andere Person ebenfalls dazu zu bewegen das Leben mehr aufs Leben auszurichten als auf Karriere und Status, folgt mir online oder in Echt. Ich helfe euch bei Eurem vorhaben die Welt zu bereisen und gleichzeitig etwas zu verdienen. Euer Backpacker Luz ....Meine persönlichen Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen müssen nicht mit den Eindrücken, Meinungen oder Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder denen entsprechen. Vielen Dank !

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