Vientiane – Capital City, Laos


4.Juni, ausgeschlafen

Am späteren Nachmittag begab ich mich auf die suche nach Ray’s Grille und bin dabei einem alten Laoten begegnet der mich wegen meines australischen Hutes ansprach. Nach langem Gespräch vereinbarten wir ein Treffen zusammen mit seiner Nichte, um fragen über die Schweizer zu beantworten. Ich setzte meinen Weg fort und traf auf Jat, den Briten. Er fragte mich über die Bars aus, doch ich hatte zu seiner grossen Enttäuschung selbst noch keine Ahnung. Ray’s Grille war nicht mehr da wo es einst war, aber die Besitzerin des Steakhouses welches jetzt an der Stelle steht, konnte mir ungefähr sagen wohin sie umgezogen sind. Irgendwann fand ich auch dieses Lokal und freute mich über das Bier im tiefgekühlten Glas. Der Burger war auch nicht zu verachten.

20140606_193346Gegen 19.30 war das Lokal randvoll und ich räumte meinen Platz für neue Gäste. Ich hatte ja ein teures Zimmer im Salana Boutique Hotel und das musste ich noch ausnutzen.

5.Juni, frisch geduscht und ausgeschlafen wollte ich meine Kleider, die ich zur Reinigung gegeben hatte, abholen. An der Reception erfuhr ich dann, dass ich die Kleider zwischen 12 und 13 Uhr ins Zimmer geliefert kriege. Um die Zeit zu überbrücken setzte ich mich in die Bar im vierten Stock, trank einen mini Macchiato und einen Guave Shake.20140605_113336 20140605_111457

Irgendwann ging ich zur Barfrau und fragte ob sie abklären könne wann genau die Kleider kommen, da ich auch noch packen möchte bevor ich auschecke. Sie rief an und es sollte um 13 Uhr sein. Sie fragte mich woher ich komme und war erfreut da anscheinend ihre Tante in der Schweiz als Schneiderin arbeitet. Es wäre ein Traum von ihr die Schweiz zu besuchen und sie würde schon fleissig sparen. Sie wollte, dass ich Ihr einfache sätze in Schweizerdeutsch aufschreibe mit der Bedeutung in English, dazu schrieb sie in Lao-Buchstaben die Aussprache hin.

Als ich endlich meine Kleider holte war es bereits halb zwei, ich checkte aus und checkte eine Querstrasse weiter im Sala Inpeng Auberge in der Inpeng Road nahe beim Vat Inpeng wieder ein. Mitten im Gewusel einfach eine Oase der Ruhe. Mehrere Bungalows stehen auf Pfählen und dienen als Unterkunft. Die bisher schönste und gemütlichste Bleibe.20140605_142304 20140605_142244 20140605_142322

Mir war es nicht geheuer, trotzdem erschien ich wie abgesprochen um 14.30 am Treffpunkt. Er war ebenfalls dort, aber seine Nichte nicht, er erklärte mir, dass wir zu Ihm nach Hause fahren würden und ich hoffentlich hungrig sei, denn seine Frau würde etwas gutes kochen. Bei mir schrillten sämtliche Alarmglocken, uns als ich den Satz „its up to you“ hörte erinnerte ich mich an einen geschätzten Arbeitskollegen, welcher mich vor genau solchen Situationen gewarnt hatte. Möglichst höflich erklärte ich Ihm, dass ich die Fragen hier beantworten werde aber nicht mitgehe. Er nickte und erklärte, dass es Ihm in Europa auch so gehe. Na gut, 15.30 wollte er wieder zurück sein, ich versprach auch aufzukreuzen. 

Da ich hungrig war lief ich Richtung Mekong um entlang des Ufers etwas essen zu gehen. Ich fand die Belgian Beer Bar, wo man auch essen konnte. Genoss einen tollen Chicken Salad und bezahlte am Ende fürs Bier das selbe wie fürs Essen. 20140605_144706 20140605_145313

Als ich fertig war, musste ich auch schon wieder zurück, denn die Stunde war fast um. Vor besagtem Cafe angekommen wartete ich in sengender Hitze, nach etwa zwanzig Minuten hatte ich genug und ich setzte mich nahe der Tür ins klimatisierte Cafe.

Als nach gut eineinhalb Stunden immer noch niemand aufgetaucht war, zahlte ich meinen Mango Shake und verliess das Lokal um mich in Vientiane umzusehen.

20140605_144034 20140605_143959Mir gefiel die Hauptstadt, sie wirkt wie ein älteres Geschwister von Luang Prabang. Ich wollte noch das Kungs Cafe Lao besuchen. So wandte ich mich zur Setthathirat Road bis ich die Fngum Road entlag des Mekong erreichte. Nach emsigen suchen und erfolglosem durchfragen, fand ich das Café doch noch zwischen Vat Simuang und Vat Phiavat versteckt.

20140605_135257Ich genoss einen Fruchtsalat und Osaft welcher eine Scheibe Orange enthielt mit tollem Kontrast, dunkelgrüne Schale und knall oranges Fruchtfleisch.

gaaanz hinten
gaaanz hinten

20140605_182305 20140605_175836 20140605_174500 Beim zurück laufen kam ich am Präsidenten Palast und dem Regierungsgebäude vorbei. Zwei prunkvolle Bauten welche wahrscheinlich mit viel Geld der US Finanzhilfe gebaut wurden, total übertrieben.

20140605_171803 20140605_171028In der nähe waren verschiedene Internationale Centren, sowie die französische Botschaft. In fast neokollonialistisch anmutender Art sind die Strassennamen auf den Strassenschildern der Stadt auch auf französisch angegeben.

Es war noch früh am Abend und so setzte ich mich in dieselbe Bar wie letzten Abend, einfach Oben. Die Kellnerinnen waren süss, sie trugen Röcke von Heinecken und Singha Beer. Sah richtig gut aus.

20140605_194803Als ich nach unten ging, sah ich den Briten, Jat, und einen anderen Europäer, ich begrüsste sie und bestellte noch ein Bier. der andere war Franzose, knapp über 40, sturz betrunken und ebenfalls pensioniert. Er sei 20 Jahre in der regulären Französischen Armee gewesen, als Unteroffizier, danach kann man in Pension gehen. Nicht schlecht, und jetzt sitzt er in Laos rum weil er alle paar Monate aus Thailand ausreisen muss, wenn das Visum abläuft. Seine Mutter war Deutsche und so konnten wir uns auch auf deutsch unterhalten, war mir auch recht, so zur Abwechslung.

Er hat Jat und mich noch zu einem Restaurant mit tollem Blick über Vientiane mitgenommen, dort wurde er dann aber rausgeschmissen weil er sich total daneben benahm. Er schlug plötzlich um sich und stampfte auf dem Boden herum wie ein Irrer, als das zu Ende war sagte er, jetzt sei er wieder nüchtern. Er bestellte sich gleich einen grossen Kübel Bier und verschwand dann.

20140605_222155Irgendwann kamen ein Brite, ein Ire und ein Australier zu Jat und mir an den Tisch und fragten ob “ the Crazy man „unser Freund sei. Wir verneinten und erklärten, dass wir Ihn erst an dem Abend getroffen hätten. Wie sich herausstellte kannte man den Typen, er soll oft sturz betrunken Frauen belästigt haben und Drogen nehmen. Wir wechselten den Tisch und unterhielten uns mit den Jungs. Stefan, der Franzose, war mittlerweile vom Manager aus der Bar spediert worden. Ich wäre noch länger geblieben, doch das Sala Inpeng macht um 23.30 seine Pforten dicht. 20140605_205312


Über Luzius

Im Kopf ein Träumer und einen Fuss immer auf der Strasse um überall hin zu gelangen. Als Gründer dieses Blogs schreibe ich hauptsächlich von den Eindrücken auf meinen Reisen. Natürlich würde ich ich mich freuen die eine oder andere Person ebenfalls dazu zu bewegen das Leben mehr aufs Leben auszurichten als auf Karriere und Status, folgt mir online oder in Echt. Ich helfe euch bei Eurem vorhaben die Welt zu bereisen und gleichzeitig etwas zu verdienen. Euer Backpacker Luz ....Meine persönlichen Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen müssen nicht mit den Eindrücken, Meinungen oder Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder denen entsprechen. Vielen Dank !

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